02.10. Saarbrücken: No Love for the Nation – Gegen Deutschland und seine Freunde!

Der 3. Oktober ist seit 1990 der deutsche Nationalfeiertag. Die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit werden jedes Jahr von demjenigen Bundesland organisiert, welches den Vorsitz im Bundesrat innehat. Zum zweiten Mal in der Geschichte findet dieses ausgesprochen deutsche Fest nun am 2. und 3. Oktober 2009 im Saarland statt.

Gefeiert wird seit 1990 das aus der „Überwindung zweier Diktaturen“ neu gewonnene Nationalgefühl. Wobei bei dieser geschichtsrevisionistischen Gleichsetzung auch außer Acht gelassen wird, dass die Diktatur der Nazis nicht von den Deutschen sondern von den Alliierten beendet wurde. Man hatte Jahrzehnte die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit gemieden. Im Westen wurden viele Nazikader erst gar nicht aus Politik und Wirtschaft entfernt, im Osten verklärte man die Geschichte und erfand das Märchen vom angeblich breiten Widerstand der Arbeiterbewegung gegen den Nationalsozialismus. Dabei hatte gerade der Nationalsozialismus große Teile der Arbeiterbewegung von der wahnhaften Idee der nationalen Schicksalsgemeinschaft überzeugt und so den Holocaust erst ermöglicht.

Seit 1990 hat sich dieser Umgang mit den deutschen Verbrechen allerdings Schrittweise geändert.

Im Schatten des nationalen Taumels, der seinen Auslöser in der Auflösung der DDR fand, wuchs das neue Geschichtsbewusstsein der BRD. Während vielerorts in Deutschland zu Beginn der 90er Jahre Neonazibanden Asylbewerberheime in Brand setzten (so zum Beispiel am 19.09.1991 in Saarlouis, Solingen…), schaffte die Bundesregierung 1993 als Reaktion darauf das Asylrecht faktisch ab. Abschiebungen, die im Heimatland nicht selten in die Folter oder den sicheren Tod führen, sind mittlerweile bundesdeutsche Normalität. Seit mit Gerhard Schröder und vor allem Joschka Fischer die 68er Generation die deutsche Politik bestimmte, hat sich an dieser Situation zwar einiges verändert, aber nichts verbessert. Hatte man zuvor die deutsche Schuld mehr oder minder erfolgreich versucht zu leugnen oder zu verstecken, so wird das Gedenken an den Holocaust spätestens seit Rot-Grün zum zentralen Bestandteil deutscher Identitätsbildung. Während Flüchtlingsverbände und Kriegsgräberfürsorge schon längst der „eigenen Opfer“ Gedenken wollen und nichts mehr von den eigenen Verbrechen hören wollen, wird das Gedenken an die Verbrechen der Shoa offizielle Staatsräson, nicht aber ohne den Verweis darauf, dass man gerade durch diese Vergangenheit eine außergewöhnliche Verantwortung trage: Die Legitimation der eigenen Großmachtambitionen wird aus der vermeintlichen moralischen Überlegenheit gezogen. Diese nicht wirklich definierte Verantwortung muss im öffentlichen Diskurs mal zur Rechtfertigung von Kriegen (Serbien), mal zur Verweigerung der Teilnahme an Kriegen herhalten (Irak-Krieg). Auch bei Verhandlungen zwischen Islamisten der Hamas und Israel wird diese Karte gerne gespielt um im Namen des Völkerrechts Israel das Recht auf Selbstverteidigung abzusprechen.

Deutschland hat durch diese Rolle der scheinbar geläuterten Nation in Europa längst wieder eine Vormachtstellung eingenommen. Im Rahmen der neuen europäischen nationalen Identität ist es auch und gerade Deutschland, das immer wieder den Ton angibt, wenn es um die Unterordnung des Individuums unter die nationale Schicksalsgemeinschaft geht. Der rheinische Kapitalismus wird dem entfesselten Raubtierkapitalismus aus den USA als sozialere Alternative entgegengestellt. Blinder Antiamerikanismus herrscht im Großteil der Berichterstattung über die Finanz- bzw. Wirtschaftskrise vor. Die gierigen Manager und Spekulanten aus den USA haben den Laden ruiniert, den deutsches Kapital und deutsche Arbeit so mühsam zusammengeschustert hatten. In Ost und West üben sich die Deutschen wieder im verleugnen der Ursachen, das Problem wird außerhalb gesucht. Nicht die irrationale Organisation der Produktionsmittel zur Verwertung von allem und jedem wird als Fehler begriffen, sondern die ausführenden Organe, die da oben, die Manager, Heuschrecken, die müssen den Fehler gemacht haben. Die gleiche Aufteilung in schaffendes und raffendes Kapital liegt der nationalsozialistischen Ideologie zu Grunde.

Da wundert es auch nicht weiter, dass die Kritik der Bundesregierung an klerikalfaschistischen Regimes wie dem von Achmadinedjad im Iran nicht lange nachhallt und zugunsten der deutschen Wirtschaftsbeziehungen (Mercedes, Siemens…) letztlich ganz verstummt. Denn gerade diese Wirtschaftsbeziehungen sichern Deutschland eine Rolle als vermittelnde Großmacht auf der internationalen Bühne und versetzen deutsche Diplomaten in die Lage scharfe Sanktionen gegen solche menschenverachtenden Regimes auszubremsen.

Aus unserer Sicht gibt es jedenfalls nichts zu feiern. Und deshalb werden wir am 2. Oktober unserem Unmut über die deutschen Zustände, die Nation, den Staat und den Kapitalismus im Allgemeinen in einer Abenddemonstration Ausdruck verleihen. Wir wollen uns nicht vereinnahmen lassen von nationalistischen Projekten. Diese dienen letztlich nur dazu uns zum durchhalten und mitmachen zu animieren, treten unser Bedürfnis nach Selbstbestimmung aber täglich mit Füßen.

Deshalb rufen wir alle emanzipatorischen Menschen auf, am 2. Oktober um 19Uhr mit uns auf die Straße zu gehen. Erteilen wir dem Deutschland-Taumel eine Absage und verleihen unserer Forderung nach einem selbst bestimmten Leben in Freiheit und Solidarität Nachdruck.

Kommt alle zur Demonstration!
02.10.09 | 19:00 | Saarbrücken Hauptbahnhof

Weitere Infos gibt’s bei den Genossen der Antifa Saar.

Dresden Calling-Classless Kulla als Beifahrer beim Istari Lasterfahrer


Hier nach langem wieder mal Musik. Das Video stammt von der Gruppe Ugly Dresden, der Song vom Album Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus! von Classless Kulla als Beifahrer beim Istari Lasterfahrer, das übrigens sehr zu empfehlen ist, wenn man zur Party den Kopf nicht ausschalten will….

Das Ende vom Antiamerikanismus?

Heute wird Obama als neuer President der Vereinigten Staaten vereidigt. Er wird als Heilsbringer presentiert, der die ganze Welt verbessern wird und das Ansehen Amerikas in der Welt wieder verbessern wird. Sicherlich ist das Ansehen Amerikas durch die Wahl Barack Obamas gestiegen, doch wird dies so bleiben, oder wird sich schon bald der antiamerikanische Konsens durchsetzen?

Als Kandidat konnten sich Obama noch optimal als Erneuerer in Szene setzen, als President wird das aber natürlich schwieriger. Seine Amtszeit beginnt zu einem Zeitpunkt, wo im Nahen Osten eine fragile Waffenruhe herrscht. Schon hier dürften einige Sympathien wegfallen, da er sich als amerikanischer President wohl (durchaus zu Recht) an die Seite Israels stellen wird. Dies wird dann bei den Friedensbewegeten, die noch vor kurzem Seite an Seite mit Islamisten und Terroristen-Verstehern gegen Israel demonstriert haben. Das wird aber natürlich nicht die allgemeine Obamanie all zu sehr schaden, da er sich ja immer noch gegen Guantanamo und den Irak-Krieg ausspricht. Hier liegt der nächste potenzielle Stolperstein. Während die Friedensfreunde der Welt den amerikanischen Rückzug lieber heute, als morgen sehen wollen, kann er sich nur geordneten Rückzug erlauben, um den Irak nicht noch weiter in eine Spirale des Terrorismuses abgleiten zu lassen. Nicht nur die Außenpolitik, sondern auch die innenpolitische Aktivitäten, könnten zu Antipathien führen. Zu Zeiter der Finanzkrise ist jeder sich selbst am nächsten, was ihm dann den Vorwurf bringen wird, dass es für ihn zuerst Amerika und dann lange nichts gibt. Die Einstellung ist zwar verständlich (das würde jedes andere Staatsoberhaupt genau so sehen), jedoch ist da natürlich kein Grund ihm das nicht vorzuwerfen.

Sicherlich wird Amerika unter Obama so schnell nicht wieder so unbeliebt, wie unter Bush werden, aber die USA werden als Großmacht immer polarisieren und der Antiamerikanismus wird mindestens so lange bestehen bleiben, wie es verkürzte Kapitalismuskritik, wie bei der No-Global Bewegung, gibt. Eins ist jedenfalls erfreulich: die Tatsache, dass Obama ein Schwarzer ist, bedeutet immerhin, dass man davon ausgehen kann, dass der nächste amerikanische President nicht als Affe dargestellt wird.

Mehr zu den USA findet ihr regelmäßig bei meinem befreundetenUSA Blog.

24. Januar, Bochum: Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!

Bochum, 24.01. // Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!

Hoch – schon zu hoch – ist die Toleranzgrenze Israels gegenüber dem permanenten Raketenbeschuss der Hamas gewesen. Seit dem 27. Dezember vergangenen Jahres ist dies passé, als souveräner Staat konnte Israel auf einen Gegenschlag nicht mehr verzichten. Gegen die zu erwartende Kritik insbesondere aus Europa und dem arabischen Raum, nach der Israel den Vernichtungskrieg gegen seine Bürger scheinbar mit stoischer Gelassenheit hinnehmen soll, musste die Operation Gegossenes Blei begonnen werden. Was bleibt anderes noch übrig, wenn die Hamas vereinbarte Waffenruhen missachtet und an einem erneuten Versuch temporärer Friedensschaffung nicht einmal mehr pro forma Interesse zeigt.

Die Hamas: Terror mit Taktik

Die Hamas hat ihr Ziel also endlich erreicht und Israel einmal mehr zu aktiven militärischen Verteidigungsmaßnahmen zwingen können. Bewusst hat sie die verhasste Schutzmacht aller vom existierenden Antisemitismus weltweit bedrohten Juden zu militärischen Handlungen genötigt, um möglichst viele tatsächliche oder scheinbare zivile Opfer zu provozieren. So gelingt es immer wieder, den israelischen Staat bei denen, die nur darauf gewartet haben, als blutrünstiges Monster erscheinen zu lassen und ihn zu diskreditieren. Kein Mittel ist der Hamas zu perfide –; noch die Opferung der Bevölkerung des Gaza-Streifens, die zum lebendigen Schutzschild degradiert wird, gilt den Gotteskämpfern als legitimes Vorgehen im „heiligen Krieg“.
Schon seit Jahren wird Israel von der Hamas mit Raketen beschossen; nicht erst seit der Teilabriegelung des Gaza-Streifens Anfang letzten Jahres. Nach dem Beginn des Raketenterrors im Jahre 2001 sind ca. 4000 Kassam-Raketen und Mörsergranaten auf israelischem Territorium eingeschlagen, zudem viele vom Iran gelieferte Grad-Raketen. Das Ergebnis sind Todesopfer, viele Verletzte und ein Leben in permanenter Angst für jene Teile der israelischen Bevölkerung, die in potentieller Reichweite des perfiden Beschusses leben. Eines steht fest: Für Israel ist die Lage derart unerträglich, dass nun gehandelt werden musste, obgleich das der Hamas nur bestens in den Plan passt. Jetzt, da Israel endlich reagiert, kann man sich wieder als unschuldiges Opfer „zionistischer Aggression“ inszenieren.

Terror mit Taktik – und wer so gerne darauf reinfällt

So einfach kann es sein: Erst Israel in einen Krieg verwickeln und dann internationales Verständnis oder sogar offene Solidarität ernten. Die Taktik der Hamas ist zweifelsohne aufgegangen!
Verwunderlich ist das allerdings nicht, ist es doch so, dass diejenigen, die nun am stärksten die Trommel der Israel-Kritik rühren, selbst verkappte Antisemiten sind. Der Antizionismus, der als die nicht antisemitische Variante vermeintlich „legitimer Israelkritik“ deklariert wird, entspringt nämlich eindeutig antisemitischen Stereotypen: Für Zionismus-Kritiker ist Israel ein Sonderling, ein Staat, für den ganz andere Gesetze gelten sollen als für alle anderen. Scheinbar naturwüchsig ist es das Recht eines jeden Staates sich zu Wehr setzen zu dürfen und zu müssen, wenn dieser mit Raketen beschossen wird – nicht so im Falle Israels. Seinen Bürgern will man regelrecht verbieten, dass der exekutive Arm des staatlichen Gewaltmonopols den Schutz gegen äußere Feinde gewährleistet.
Obwohl Israel sich in einer Auseinandersetzung mit Terroristen befindet, die für seine Vernichtung kämpfen, wird reflexhaft eine Waffenruhe gefordert, wenn es einmal massiv gegen diese vorgeht. Und da auch das noch nicht reicht, wird etwa in der ARD Politikern, die sich nicht eindeutig gegen Israel aussprechen, eine „pro-israelische Schlagseite“ vorgeworfen. Währendessen bezeichnet der vatikanische Kardinal Renato Martino – der offensichtlich die unangenehme Erinnerung nicht los wird, dass da mal was war, was Israels Existenz und sein Vorgehen gegen jede Bedrohung mehr als rechtfertigt – den Gaza-Streifen als ein „großes KZ“ für das Israel mitverantwortlich sei.
Sehr auffällig, dass es ausgerechnet der Staat der Shoah-Überlebenden ist, den sich diese selbsternannten „Antifaschisten“ ausgesucht haben, während sie den genozidalen Dschihad der arabischen Truppen im Sudan beharrlich beschweigen! Auffällig auch, dass die islamfaschistische Hamas, die die Tötung aller Juden propagiert und sich offen nationalsozialistischer Ideologiefragmente bedient, so verharmlosend von konsequenter Kritik ausgenommen wird! Selbst dann, wenn die Raketenangriffe auf Israel (mit der üblichen Zurückhaltung) einmal doch verurteilt werden, fehlt eine Auseinandersetzung mit der Ideologie der Hamas. Sie würde klären, warum die Hamas ihrem Wesen nach kein Partner für einen Friedensprozess sein kann, sondern zerschlagen werden muss.

Faschismus im Namen des Propheten

Wenn wie hier davon die Rede ist, dass der Islam in der Auslegung u.a. der Hamas starke Parallelen zu nationalsozialistischem Gedankengut aufweist, dann ist darin keineswegs Übertreibung oder NS-Verharmlosung zu sehen. Auch bei der Hamas enthält der Dschihad-Begriff eine eindeutig eliminatorisch-antisemitische Aufforderung: Israel soll mit allen Mitteln vernichtet und Juden ermordet werden.
Wie auch bei den Nazis bildet die Grundlage dieses Hasses eine das Individuum und dessen Möglichkeit von Glück negierende Weltanschauung, die Verzicht, Selbstkasteiung und Todessehnsucht in den Mittelpunkt stellt.
Nichts geht mehr an der Realität vorbei als die Rede von der vermeintlichen Kapitalismuskritik und dem Freiheitsimpetus, den so viele der Hamas nachsagen. Die Situation der Menschen im Gaza-Streifen soll keineswegs verbessert werden, vielmehr arbeitet die Hamas mit Erfolg an der Zementierung bestehenden Elends. Soweit sie Leistungen wie Schulen und Krankenhäuser bietet, dient gerade dies der Sozialkontrolle der Palästinenser durch die islamische Organisation. Niemand darf die Möglichkeit eines besseren Lebens haben, nur als verkümmertes Anhängsel eines höherwertigen Ideals, etwa das „palästinensische Vaterland“ oder die „islamische Umma“, hat der Einzelne eine Daseinsberechtigung. Das höchste Ziel dieses „Befreiungskampfes“ ist die Opferung des eigenen Lebens, was nicht als Wahn, sondern als ehrenwerte Tugend gilt. Kämpfen bis zum Tod und nicht ein angenehmes Leben in Zufriedenheit und bestmöglicher Bedürfnisbefriedigung ist die Quintessenz der islamnazistischen Hamas-Ideologie.
Besonders bedauernswert ist dabei, dass ein großer Teil der Bevölkerung unter der Hamas-Diktatur zwar leidet, aber dies ganz bewusst. Auch in Palästina haben viele Menschen den Islam-faschismus derart internalisiert, dass man davon sprechen kann, dass die Hamas gegen die Bevölkerung ganz im Sinne dieser selbst agiert. Daher größte Solidarität mit all jenen, die sich ein besseres Leben als es derzeit möglich ist für sich wünschen!

Hamas, Fatah, Hisbollah, Iran und Co.: Einer schlimmer als der andere

Wenn auch Israel derzeit nicht umhin kommt, sich primär des Kampfes gegen die Hamas anzunehmen, so darf doch nicht vergessen werden, dass diese „nur“ eine von vielen antisemitischen Terrorgruppen und Hasskommandos darstellt. Die Fatah z.B. ist keine bessere Alternative. Ebenso wie die Hamas verfolgt sie das Ziel der totalen Vernichtung des Staates Israels (sie agiert in ihrem Kampf allenfalls wesentlich pragmatischer als das verfeindete Pendant). Die halbherzigen moderaten Verlautbarungen können über den nie eingebüßten Radikalismus nicht hinwegtäuschen, sind doch – um ein Beispiel zu nennen – die al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah, für zahlreiche Selbstmordattentate verantwortlich.
Ein weiterer Feind, der sich die Vernichtung Israels auf die (ebenfalls) gelben Fahnen geschrieben hat, lauert im Norden- die Hisbollah. Sie ist die schiitische Version des Islamnazismus, die sich in den Mitteln ihrer Kampfführung bemerkenswert einig mit den sunnitischen Gotteskriegern zeigt.
Die längerfristig größte Gefahrenquelle sowohl für Israel als auch die gesamte westliche Welt und den Weltfrieden überhaupt ist jedoch auch noch zu nennen: der Iran. Nicht nur, dass das Mullah-Regime die genannten Terror-Rackets finanziell und mit Waffenlieferungen massiv unterstützt – wenn es dem Iran gelingt, zur Atommacht aufzusteigen, wird die Gefahr, dass das Territorium, auf dem heute Israel angesiedelt ist, bald einer atomar verseuchten Wüste gleicht, nicht von der Hand zu weisen sein.

Es ist höchste Zeit – einmal wieder- entschieden gegen jeden Antizionismus einzutreten!
Solidarität mit Israel – kein Fußbreit der Hamas und Co.!

Demonstration in Bochum
24. Januar 2009 | 14.00 Uhr.
Treffpunkt: Massenbergstraße
(am Hauptbahnhof)

Pro Israel Bündnis Bochum

Quelle

01. Februar, Siegen: Gegen Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen!

01feb09

Am 16.12.1944 und am 01.02.1945 wurden die beiden größten Luftangriffe auf Siegen geflogen. Die Infrastruktur wurde dabei nahezu völlig zerstört, die Moral der “Zivilbevölkerung” wurde gebrochen und viele Deutsche verloren ihr Leben.

64 Jahre später, am 16.12.2008 mobilisierten die Neonazigrößen Christian Worch und Axel Reitz, gemeinsam mit dem NPD KV Siegen und den “Freien Nationalisten Siegerland” zu einer Demonstration in Siegen und hetzten gegen den “alliierten Bombenterror”. Etwa 100 Deutsche, allesamt – und größtenteils bekennende – Nationalsozialisten, marschierten durch Siegen, hielten reißerische Reden und ließen deutsche Täter zu Opfern werden.

Verschiedene bürgerliche Gedenkveranstaltungen distanzierten sich von den Nazis, standen aber vor dem offenen Rätsel, worin sich ihre Gedenkveranstaltungen von der der Nazis unterscheidet.

Es ist der Glaube an die Unschuld der “deutschen Zivilbevölkerung” im zweiten Weltkrieg, der für sie den alliierten Bombenangriff zum Unrecht werden lässt und der sie vereint.

Die tief verankerte deutsche Volksgemeinschaft – besessen vom antisemitischen Wahn, besessen vom Gedanken der Herrenrasse und besessen von totaler Expansion durch totalen Krieg – war der Triebmotor der deutschen Vernichtungsmaschinerie.
Ohne den zu jeder Zeit bedingungslosen Rückhalt in der so genannten “Zivilbevölkerung” wäre der Ausbruch der deutschen Barbarei schlichtweg unmöglich gewesen. Daraus ergibt sich ebenso die Unmöglichkeit Nazi-Deutschland aufzuhalten, ohne dabei das deutsche Kollektiv im Ganzen anzugreifen, zu demoralisieren und zu schwächen.
Die Bombenangriffe auf Deutschland 1944 und 1945 waren ein notwendiger Befreiungsakt der alliierten Nationen im Kampf gegen Nazi-Deutschland und kein Terror!

Nachdem AntifaschistInnen aus dem Raum Siegen die Nazidemo am 16.12.2008 zwar beeinträchtigen, nicht aber verhindern oder aufhalten konnten, feiern die Nazis nun ihre “erfolgreiche” Veranstaltung und kündigen eine weitere anlässlich des Jahrestages des zweiten Bombenangriffs auf Siegen für den 01.02.2009 an.

Wir rufen zur Gegendemonstration auf!

01.02.09 – Siegen (Zeitpunkt und Ort werden noch bekannt gegeben)

Mehr Infos hier.

Der ganz normale Antisemitismus

Während sich im Nahen Osten Israel nun militärisch gegen den Raktenbeschuss südisraelischer Städte durch die Hamas zu Wehr setzt, tobt der antisemitsche Mob auf den Straßen der Welt. Man sieht Bilder von Hisbollah oder Hamas Fahnen, neben Bildern von iranischen Mullahs oder brennenden Davidsternen und hört, dass sich tausende Menschen für Frieden in Nahost aussprechen. Das ist aber ein ganz abartige Verdrehung von Tatsachen, da sich nicht eine Demo (zumindest habe ich keine gesehen) unparteiisch hinstellt und eine Niederlegung der Waffen durch beiden Seiten des Konflikts fordert, sondern einseitig Partei für islamistische Terroristen und Antisemiten ergriffen wird. Gleichzeitig von „Demonstrationen für Frieden in Gaza“ zu sprechen und einen antisemitsch aufgeladenen Mob zu zeigen könnte man glatt für Satire, wenn es nicht in den Abendnachrichten seriöser TV-Anstalten von statten gehen würde. Die heutigen Tage zeigen wieder deutlich wie wichtig eine Auseinandersetzung mit islamischen Antisemitismus und Antisemitismus in der Linken ist. Die Hasserfüllten Blicke, die Drohungen und antisemitischen Beschimpfungen, die ich mir als Teilnehmer ein pro-israelischen Demo angegen gingen werden mir so schnell nicht aus dem Gedächtniss verschwinden und mich nur noch mehr für den Kampf gegen jeden Antisemitismus motivieren, auch an dieser Stelle….

Einen sehr guten Text zur momentanen Situation findet ihr bei Shutdown

Verschwendete Zeit empfiehlt:

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Schwarz, rot, geil?

Heute ist EM-Finale und angesichts der ganzen Deutschlandfahnen muss man sich fragen: ist das ganze harmloser Spaß, oder doch gefährlicher Nationalismus. Die Medien geben nur zu gerne das Bild des gesunden Partypatriotismus wieder, die SPD nahe Friedrich Ebert Stiftung hat jedoch bedenkliche Zahlen Präsentiert: antidemokratische und ausländerfeindliche Einstellungen sind weit verbreitet. 39% der Befragten hielten „Deutschland von Ausländern überfremdet“ und 37% waren der Meinung, dass Ausländer nur nach Deutschland kommen würden, um „unseren Sozialstaat auszunutzen“. Wärend der Fußball-WM vor zwei Jahren gab es eine deutlich erhöhte Zahl an rassistischen Übergriffen, was jedoch keine große Erwähnung in den Mainstreammedien gefunden hat. Das steht im krassen Gegensatz zu dem Bild des harmlosen Partypatriotismuses und der gesunden Einstellung zur eigenen Nation. Des weiteren wurde festgestellt, dass die Deutschen sich immer mehr als Opfer des Faschismuses, als als Täter ansehen. Man müsse ungezwungen über die Bombardierung deutscher Städte, oder die Vertreibung sprechen können. Ungefähr die Hälfte der Befragten waren der Meinung, dass die Demokratie „nur für die da Oben“ gut wäre. Diese Zahlen sollten einen zu denken geben, ob der „gesunde Patriotismus“ wirklich so harmlos ist, oder letztendlich dazu führen wird, dass Übergriffe wie nach dem EM-Halbfinale in Dresden, wo Jugendliche drei Dönerbuden angriffen, diese Zerstörte und zwei Mitarbeiter verletzten. Anfang der 90er, wo in Folge der Wende ein starker Patriotismus vorhanden war, fanden die ausländerfeindliche Pogrome in Rostock-Lichtenhagen bzw. Solingen statt. Das sollte wirklich zu Denken geben, ob es einen gesunden Patriotismus geben kann, oder ob er letztendlich doch zu Nationalismus und Rassismus führt.

Perlen Für Die Säue

Ich lege euch hier jetzt mal eine Veranstaltung von Freunden an’s Herz. Koksen, Kotzen, Feminismus! *ggg*

festival1

festival2

Von israelischen Terroristen und islamistischen Freiheitskämpfern

Eigentlich hatte ich je geplant die Macher der Kölner Klagemauer zu interviewen, aber das wird wohl nach letztem Donnerstag nicht mehr drin sein. Es war ja bekanntlich der 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels und der 63. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und so hab‘ ich mich entschloßen die Macher in ein Gespräch zu verwickeln. Im Prinzip habe ich alles gehört, was ich erwartet haben und noch mehr. Die verdrehte Logik und der pure Antisemitismus waren jedenfalls zu jedem Zeitpunkt klar und deutlich zu hören. Ich hab‘ das ganze dummerweise nicht mitgeschnitten, also hier jetzt nur ein Paar Aussagen, die ich noch im Kopf habe.

-“Israel ist ein Faschistenstaat“, worauf ich antwortete, dass ich nicht wüsste, dass Israel Konzentrationslager unterhält und systematischen Massenmord begeht. Antwort: (Passant, der dazugekommen war), zeigt auf ein Bild der Trennmauer) „Was ist das denn? Das ist nichts Anderes, als ein modernes, liberales KZ.“

-“Die Selbstmordattentäter handeln aus purer Verzweiflung“. Auf meine Frage, ob die Aussicht auf Jungfrauen im Himmel und ein Märtyertod nichts damit zu tun haben, gab’s dann ein einfaches, unüberzeugendes „nein“.

-(Passant mit Rückendeckung meiner Gesprächspartnerin) „Die Israelis stellen nackte Frauen auf ihre Panzer, um die Gegner zu verwirren“. Ja das hat tatsächlich jemand gesagt und auf RTL als Quelle verwiesen. RTL mag zwar für jeden Scheiß zu haben sein, aber so einen Mist hab‘ ich da noch nie gesehen.

-“Sharon und die anderen israelischen Politiker sind schlimmer als die Nazis“. Dazu sag‘ ich jetzt mal nichts…..

Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt aus einem ca. einstündigen (Streit-)Gespräch, was damit endete, dass mir vorgeworfen wurde ein „Faschist“ zu sein und dass ich „palästinensisches Blut“ an meinen Händen hättte. Dazu kann man noch erwähnen, dass im Laufe des Gesprächs „Israelis“ zu „Juden“ wurden und natürlich von „USrael“ und dem „Weltjudentum“ die Rede war. Wo am Anfang nur ich, eine Frau und ein Mann von Klagemauer zu Gange waren, rottete sich schnell ein größeres Pulk zusammen, um ihren Unmut gegenüber den Juden zu äußern, mir Verblendung vorzuwerfen und mir gar zu drohen, dass man mich „kalt machen“ würde. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass sich ein Gespräch nur dann lohnt, wenn man Lust hat sich anpöbeln zu lassen und sich dummdreiste Lügen anzuhören. Ich dem Sinne: jeden Antisemitismus bekämpfen!






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